In Selbstverlaufsmörteln besteht die Hauptaufgabe eines Suspensionsmittels darin, Sedimentation, Entmischung sowie Oberflächenbluten wirksam zu verhindern.
Selbstverlaufsmörtel muss eine sehr hohe Fließfähigkeit aufweisen. Da das System jedoch sowohl schwere Bestandteile wie Sand bzw. Wenn es Zuschlagstoffe sowie leichtere Pulverkomponenten wie Zement und Füllstoffe enthält, kann es ohne gezielte Stabilisierung zu Entmischungen kommen.
Schwere Bestandteile sinken dabei nach unten, was nach dem Erhärten zu ungleichmäßigen Festigkeitseigenschaften führen kann. Gleichzeitig steigen Wasser und feinste Partikel an die Oberfläche auf, wodurch eine porige, kreidige oder festigkeitsarme Oberfläche entstehen kann.
Kernfunktion:
Das Suspensionsmittel bildet innerhalb des Mörtels eine sehr feine, schwach ausgeprägte dreidimensionale Netzwerkstruktur. Diese wirkt wie unzählige kleine Stützpunkte, welche Sand, Gesteinskörnungen und Pulverpartikel tragen und dafür sorgen, dass sie während des gesamten Fließvorgangs gleichmäßig verteilt bleiben.
Warum müssen Selbstverlaufsmassen ein Suspensionsmittel enthalten?
- Verhinderung von Sedimentation: Ohne Suspensionsmittel würden sich die Sand- und Zuschlagstoffe am Boden absetzen. Dadurch könnte die untere Schicht zu dicht und spröde werden, während die obere Schicht zu weich, kreidend und festigkeitsarm bleibt.
- Vermeidung von Farbunterschieden / Pigmentaufschwimmen: Gewährleistet eine gleichmäßige Verteilung von Pigmenten in eingefärbten Selbstverlaufsmassen und verhindert Fleckenbildungen oder unterschiedliche Farbtöne.
- Verbesserte Ebenheit: Verhindert lokale Wasserabsonderungen sowie Poren- und Kraterbildung und sorgt nach vollständiger Aushärtung für eine besonders glatte, homogene Oberfläche